WAI-ARIA: backslash-Produktion drückt die Schulbank für zugänglichere Applikationen

Mathias Gamper, Senior Screendesigner

Informationen im Internet müssen für alle Benutzer zugänglich sein. Dies gilt insbesondere auch für Menschen mit einer Behinderung. Nach diesem Motto entwickeln wir bei backslash schon seit Jahren unsere Angebote und geben dieses Wissen an Schulungen und Workshops auch an unsere Kunden weiter. Doch immer komplexer werdende Webapplikationen verlangen nun zusätzliche Bemühungen in der technischen Umsetzung.

Dr. Anton Bolfing eröffnet die WAI-ARIA-Schulung

WAI-ARIA (Accessible Rich Internet Applications) heisst hier das Zauberwort. ARIA reichert HTML-Code mit zusätzlicher Semantik an und erlaubt es so assistiven Technologien wie Screenreadern die Bedeutung und Funktionsweise von interaktiven Elementen wie Slidern, Overlays und Akkordeon-Menüs zu verstehen. Erst damit ist letztlich auch deren Bedienung durch Menschen mit einer visuellen Behinderung möglich. Vergangene Woche hat uns deshalb der ARIA-Spezialist Dr. Anton Bolfing von der Stiftung «Zugang für alle» besucht und unserem Produktions-Team verschiedene Einsatzarten von ARIA anhand konkreter Praxisbeispielen erläutert.

Teile von ARIA  – die sogenannten Landmarks – sind auf backslash Websites bereits seit 2009 im Einsatz, was auch in der letzten Accessibility-Studie von 2011 lobend erwähnt wurde. Mit der steigenden Browserunterstützug von ARIA, insbesondere auch im mobilen Bereich sollen künftig aber auch komplexe Applikationen von backslash von einer noch besseren Zugänglichkeit profitieren.