Der Unternehmens-Identifikator ist auf bestem Weg

Mischa Sameli, Geschäftsführer & Leiter Entwicklung

Am 10. März 2010 hat der Ständerat den Entwurf zum Bundesgesetz über die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) mit 34:0 Stimmen gutgeheissen. Nun hat der Nationalrat darüber zu befinden.

Im Zusammenhang mit den Massnahmen zur administrativen Entlastung der Unternehmen, der effizienteren Datennutzung innerhalb der Verwaltung, sowie im Hinblick auf die Umsetzung der E-Government-Strategie des Bundes soll jedes Unternehmen in der Schweiz ab 2011 eine einheitliche Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) erhalten. Heute benötigt fast jeder administrative Prozess eine spezifische Identifikationsnummer. Dies führt zu ineffizienten Abläufen und Doppelspurigkeiten. Mit der UID wird den Unternehmen ermöglicht, sich bei jedem Behördenkontakt einzig aufgrund dieser Nummer eindeutig zu identifizieren. Dadurch, dass die Verwaltungsstellen innerhalb des gesetzlichen Rahmens ihre Daten mit Hilfe der UID auch einfacher austauschen können, werden administrative Abläufe vereinfacht und beschleunigt. Zudem lassen sich damit Mehrfacherfassungen derselben Daten vermeiden oder zumindest stark reduzieren.

Aufbau der UID

Die UID besteht aus neun Ziffern, wird zufällig zugeteilt und enthält keine sprechenden Informationen, also keine Angaben, die vom Wortlaut direkt auf einen Unternhemung schliessen liessen. Um die schweizerische Herkunft der Nummer sichtbar zu machen, wird ihr die Landesidentifikation "CHE" vorangestellt. Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer (P).

Referenz: Betriebs- und Unternehmensregister (BUR)

Als Referenzregister für die UID dient das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR) des BFS, das mit rund 700'000 Einträgen den grössten Teil der heute bestehenden Unternehmen abdeckt. Darin enthalten sind unter anderem auch alle aktiven Unternehmen der Handelsregister und der Mehrwertsteuer.

Ein eigenes UID-Register

Um eine korrekte Zuteilung, Verwaltung und Verwendung der UID zu gewährleisten, erstellt und führt das BFS ein neues Unternehmensregister. Dieses Register ist auf dem BUR als Referenzregister aufgebaut. Es wird als UID-Register bezeichnet und ist eine wichtige Komponente des UID-Systems. Es enthält die minimal erforderlichen Identifikationsangaben der UID-Einheiten und wird für die Öffentlichkeit, im Rahmen festgelegter Datenschutzbestimmungen, über das Internet zugänglich sein.

Kosten: Fast 18 Millionen Franken

Gemäss Theo Maissen,  Sprecher der Kommission für Wirtschart, Bildung und Kultur des Ständerats, soll die Einführung der UID den Bund 4.25 Millionen und die Kantone und Gemeinden 13.5 Millionen Franken kosten.

Weitere Informationen zum UID-System findet man beim Bundesamt für Statistik.