Hügellinien sind mehr als ein Logo

Die Gemeinde Wängi hat ein neues, einheitliches Erscheinungsbild. Dieses wird getragen von einer stilisierten Hügellandschaft, die einen hohen Wiedererkennungswert bieten soll.

In diesen Tagen haben die Einwohner von Wängi die Botschaft für die nächste Gemeindeversammlung im Briefkasten. Auf deren Frontseite hat es grafische Elemente, die für die Wängemer neu sind. Dabei handelt es sich um den neuen visuellen Auftritt der Gemeinde Wängi. Dieses neue Erscheinungsbild werde konsequent in allen Bereichen eingesetzt, erklärt Gemeindeschreiber Thomas Goldinger auf Anfrage. «Ziel ist ein einheitlicher Auftritt der Gemeinde nach innen wie nach aussen.»

Eingebettet in schöne Landschaft

Der Auftritt besteht hauptsächlich aus einer Hügellandschaft. Diese wird grafisch auf eine endlose Hügellinie reduziert. «Mit der Hügellinie wollen wir aufzeigen, dass Wängi in eine schöne Landschaft eingebettet ist», sagt Goldinger. Die Darstellung habe zudem einen hohen Wiedererkennungswert. «Wer die Hügellinie sieht, soll diese mit Wängi in Verbindung bringen.»

Da durch die Hügellinie der Bezug zu Wängi sofort ersichtlich ist, nutzen die Gemeindeverantwortlichen das grafische Element sehr oft. Es prangt nicht nur von den Ortseingangstafeln oder der Türe zum Gemeindehaus, es ziert auch die amtliche Korrespondenz der Gemeinde. So ist es auf Couverts enthalten oder steht als Briefkopf. Beide Male in Kombination mit dem Schriftzug «Gemeinde Wängi».

Variationen sind möglich

Speziell, und für den Betrachter wahrscheinlich nicht auf den ersten Blick erkennbar, ist, dass es sich nicht um die gesamte Hügellinie handelt. Es wird nur ein bestimmter Abschnitt verwendet. Dieser kann variieren. Auch die offizielle Homepage erscheint in dem neuen Kleid. Startet man diese auf, blickt man auf die Hügellinien. Bei ausgewählten Anwendungen soll ausserdem ein Spruch – «Stadtnah im Grünen» – ergänzend wirken, meint Goldinger. Der Spruch soll auf die Nähe zu Städten wie Frauenfeld, Wil, St. Gallen oder Winterthur hinweisen. Gegeben seien mit der Hügellinie das grafische Element, mit «Gemeinde Wängi» der Schriftzug und das Wappen.

Reaktionen sind positiv

Goldinger bezeichnet den neuen Auftritt von Wängi als modern, elegant und unaufgeregt. Ähnliches hat er auch schon aus der Bevölkerung gehört. «Die Reaktionen waren durchwegs positiv.»

Studenten erarbeiteten die Vorschläge

Das neue Erscheinungsbild ist im Rahmen des Standortmarketing-Projektes entstanden. Zuvor war der visuelle Auftritt der Gemeinde vorwiegend auf das Wappen beschränkt. Der Wunsch nach einem einheitlichen Erscheinungsbild war der Auslöser für die Erarbeitung des neuen Auftritts. Den Auftrag vergab die Gemeindebehörde an die Schule für Gestaltung in St. Gallen. Die Schüler einer Abschlussklasse präsentierten elf Vorschläge, aus denen eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeindeschreiber Thomas Goldinger fünf vorselektionierte. Die Auswahl wurde den Gemeinderäten vorgelegt, die den Schlussentscheid fällten. Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit einem Büro für visuelle Kommunikation. Die Kosten dürften im fünfstelligen Bereich liegen. (ph.)

Quelle: Thurgauerzeitung