Die Bundeskanzlei berichtet über das Aargauer GIGA-Projekt

Wenn Gemeinden zusammenspannen, können sie was erreichen. Getreu diesem abgewandelten Motto haben heute im Aargau 22 Gemeinden mit rund 34'000 Einwohnerinnen und Einwohnern einen modernen Internet-Auftritt mit Online- Schalter. Die Gemeinschaft Internet-Gemeinden Aargau (GIGA) feierte am 1. Juni ihren Erfolg und informierte über die weiteren Projekte, die sie gemeinsam anpacken wollen.

Vor einem Jahr von der Bundeskanzlei mit dem Sol_eGov Preis ausgezeichnet, ist die Giga innert Jahresfrist von 7 auf 22 Gemeinden angewachsen. Der Preis habe dem Projekt, das nicht zuletzt dank des Informationsportals ch.ch so rasch gewachsen sei, neuen Auftrieb verliehen, betonen die Initianten aus Unterklunkhofen und Rottenschwil.

Da die Bedürfnisse der Bevölkerung an eine moderne Kommunikation mit der Gemeindeverwaltung überall ähnlich sind, rückten die Gemeinden näher zusammen, um so auch gegenüber den professionellen Web-Anbietern Stärke zu markieren. Dies gilt auch für die Zukunft, denn bei allen betroffenen Gemeinden liegen Projekte für eine engere Zusammenarbeit (Verwaltung, Steuern, Schule/Schulleitung bis hin zu Feuerwehr oder gar Gemeindefusionen) auf dem Tisch.

Neben finanziellen Vorteilen profitieren die Gemeinden auch beim gemeinsamen Aufbau und der Pflege der Internet-Auftritte. So war es möglich, dass generelle Teile wie der umfangreiche Online-Schalter mit Transaktions-Formularen, Reglementen etc. das A-Z Verzeichnis für Amtsstellen / Verwaltungs-Aktivitäten, der Bereich "Häufige Fragen/Was ist zu tun bei?" oder die umfassende Link-Sammlung nützlicher Internet-Adressen nur einmal erstellt werden mussten und heute mit kleineren Anpassungen von allen Gemeinden genutzt werden können.

Mit dem CMS (Content-Management-System), das den Auftritten zugrunde liegt, ist es einfach, Inhalte selber zu pflegen. Zudem sind verschiedenste Tools/Standardfunktionen inbegriffen Veranstaltungskalender mit automatischem Archiv, SMS-Versand, News mit individuellen Rubriken, Gewerbe-/Firmen-Verwaltung mit Bestell-Möglichkeiten, Such- Funktion über den ganzen Internet-Auftritt oder Gästebuch, Forum, Ortsplan etc.

Der Erfahrungsaustausch unter den Gemeinden wie auch der Austausch von Ideen und Wissen wird in der GIGA als besonders wichtiger Aspekt gefördert und von den Partnergemeinden auch sehr geschätzt. Trotz gemeinsamer Basis und nach maximalen Bedürfnissen ausgelegter Navigationsstruktur bleibt jeder Gemeinde genügend Spielraum, um ihre eigene Website kreativ und individuell zu gestalten (siehe auch www.gigagemeinden.ch).

Projekt im Kanton Glarus

Ein weiteres Projekt zu enger Zusammenarbeit ist im Kanton Glarus unter dem Namen Glarus hoch3 angelaufen. Es ist ein freiwilliger Verbund von Gemeinden und Werken mit dem Kanton – mit dem gemeinsamen Ziel, eine kosteneffiziente Informatik-Infrastruktur zu betreiben. Basis von Glarus hoch3 ist ein gemeinsames Prozessmodell, das auf die jeweiligen Organisationen feinjustiert wird. Die gesamte Informatik-Infrastruktur aus einer Hand umfasst den Betrieb des Rechenzentrums, die komplette Kundenumgebung sowie die Verbindung zwischen Kunde und Rechenzentrum. Weitere Informationen unter www.gl3.ch

Haben Sie ein ähnliches Projekt verwirklicht oder in Planung, dann melden Sie sich bei julia.glauser@bk.admin.ch

Abschied von Vizekanzlerin Hanna Muralt Müller

An seiner Sitzung vom 9. Juni hat der Steuerungssausschuss Vizekanzlerin Hanna Muralt Müller verabschiedet. SA-Präsident Rainer Gonzenbach würdigte ihre Verdienste, ihren Einsatz und ihr unermüdliches Wirken. Sie habe keinen Weg gescheut; ch.ch sei so stark mit ihrer Person verknüpft, dass sich einige bereits gefragt hätten, warum das Internetportal eigentlich nicht hanna.ch getauft worden sei. Aber Projekte seien wie Kinder: einmal müsse man sie ziehen lassen. An ihrer Stelle wird der Nachfolger von Bundesratssprecher Achille Casanova, Oswald Sigg, der sein Amt offiziell am 1. August 2005 antritt, Einsitz im SA nehmen. Damit untersteht CC Web BK – wie bereits zuvor angekündigt – innerhalb der Bundeskanzlei organisatorisch definitiv dem Bereich Information und Kommunikation. Hanna Muralt Müller wird sich neu um E-Government im Rahmen der OECD kümmern. Wir wünschen ihr alles Gute, viel Glück und Erfolg.