Was ist, kann, kostet Bold aka ColdFusion Builder

Mischa Sameli, Geschäftsführer & Leiter Entwicklung

Zugegeben, eine Menge Fragen, und nicht ganz so viele Antworten wurden gestern Abend am Meeting der Swiss ColdFusion User Group von Claude Englebert, Adobe ColdFusion Product Specialist, geliefert.

Zugegeben, eine Menge Fragen, und nicht ganz so viele Antworten wurden gestern Abend am Meeting der Swiss ColdFusion User Group von Claude Englebert, Adobe ColdFusion Product Specialist, geliefert.

Gleich vorneweg: die neue Entwicklungsumgebung von Adobe für ColdFusion wird nicht kostenlos erhältlich sein. Über Preise oder Vorstellungen konnte oder wollte Claude nicht sprechen. Und da schon länger bekannt war, dass Bolt als Eclipse-Plugin funktionieren wird, ist auch klar, dass die IDE, die im Sinne einer einheitlichen Produktebezeichnung ColdFusion Builder heissen wird, sich mit cfeclipse messen und deutlich mehr bringen muss. Aber ist das möglich? Zugegeben, ich arbeite noch nicht lange mit Eclipse und bin auch nicht restlos überzeugt von dieser Umgebung. Aber man kann damit effizient arbeiten und cfeclipse ist wirklich ein gutes Plugin für die ColdFusion-Umgebung. Es ist alles drin, was ich brauche. Und an die Macken habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

So, was also könnte Bolt zusätzlich bringen? Interaktion mit dem Server (Server starten, stoppen, Zugriff auf den CF-Admin), nett, aber das brauche ich jetzt auch nicht so häufig, als dass mir diese Funktion irgendwie fehlen würde. Dafür ist ganz interessant, dass Bolt mit eigenen Plugins, geschrieben in ColdFusion, erweitert werden kann. Das ist aus meiner Sicht wirklich eine Erleichterung, respektive ein Türöffner. Denn sind wir einmal ehrlich, nicht jeder CF-Programmierer ist ein Java-Crack und schreibt ein Eclipse-Plugins über Nacht. Ich bin ein Faultier und benutze ColdFusion, weil die kompliziertesten Dinge einfach zu lösen sind (meistens jedenfalls).

Ganz gelungen finde ich auch die ORM-Integration, Hibernate wird's sein; wie ja auch schon länger bekannt ist. Auf jeden steht mit ein paar wenigen Clicks der komplette Code für Views und CRUD-Funktionen zur Verfügung. Wow. Und ein zweites Wow schick ich gleich auch noch ins Rennen. Denn mit CF9 erhält auch der cfproperty-Tag eine wesentliche Bedeutung. Durch cfproperty-Anweisungen sollen nämlich automatisch Getter- und Setter-Funktionen generiert werden, respektive nicht mehr generiert werden müssen – und das spart natürlich eine Menge Schreibarbeit. Bekannte ColdFusion-ORMs wie transferORM und reactor, bieten dies natürlich, aber nicht ganz so komfortabel, wie der Ausblick auf den ColdFusion Builder erahnen lässt.

Aber lohnt es sich, dafür über 300 Franken ausgeben – wie man im Moment für den Flex Builder hinblättern muss? Vermutlich, dafür ist kostenlos einfach bereits zu gut. Oder eben, Bolt noch nicht soweit. Claude hat jedenfalls angetönt, dass in Kürze erneut eine Präsentation stattfinden soll. Und hoffentlich erfahren wir dann ein wenig mehr über die Details. Und vielleicht gibt's dann auch schon eine Public Beta. Schön wärs.