Wie schütze ich mich vor Viren?

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Felix Maag, Second Level Support

Wie beim Menschen gibt es auch beim Computer verschiedene Übertragungswege, welche von Viren benutzt werden können. Grob gesagt, kann sich der Computer bei jedem Kontakt mit fremden Medien – zum Beispiel das Internet, CD/DVD, USB-Sticks – mit einem Virus infizieren. Natürlich gibt es für jeden Übertragungsweg den passenden Virenscanner. Ein solches Antivirus-Programm blockiert den Schädling, bevor er sich auf dem Computer einnisten kann.

Die grösste Gefahr lauert im Word Wide Web

Am häufigsten werden PCs durch Drive-by-Downloads von Webseiten infiziert. Dabei muss der Benutzer am Computer nichts weiter tun, als eine infizierte Webseite besuchen. Der Virus auf der Webseite nützt dabei meist bekannte Sicherheitslecks aus, um unbemerkt installiert zu werden. Normalerweise reicht es schon, wenn man alle Sicherheitsupdates des Browsers und des Betriebssystems installiert, um den Befall durch Drive-by-Downloads vorzubeugen. Auf jeden Fall sollten sie keine Downloads akzeptieren, welche Sie nicht wirklich gestartet haben.

Jede Datei ist suspekt

Ein weitere Möglichkeit für Viren sind infizierte Dateien, welche als Download, über eine E-Mail, in einem Instant Messenger (zum Beispiel Windows Live Messenger, AIM, ICQ), über einen Datenträger (zum Beispiel CD, DVD, Memory-Stick, externe Festplatte) oder über P2P-Netzwerke auf den PC gelangen und vom Anwender selbst ausgeführt werden. Diese Art von Viren lässt sich ausschliesslich durch eine Antivirensoftware bekämpfen. Wenn Sie sich schon vor dem Ausführen der Datei nicht sicher sind, ob diese einen Virus enthalten könnte, kann sie durch das lokale Antivirenprogramm oder online geprüft werden.

Einige Anbieter von online Dateiscannern:

Deutschsprachig mit mehreren Virenscannern:

Deutschsprachig mit dem eigenen Virenscanner:

Englischsprachig:

Besser vorsehen als nachsehen

Um den eigenen PC zu schützen, empfiehlt es sich auch einen lokalen Virenscanner auszuführen.

Ein paar frei verfügbare Antiviren Softwarepakete:

Freeware (gratis für den privaten Gebrauch):

  • AVG bietet einen kostenlosen Virenscanner, der eine sehr hohe Erkennungsrate erzielt. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass er seinen Dienst sehr ruhig verrichtet. Weder Werbung noch unnötige Benachrichtigungen erscheinen beziehungsweise können ausgeschaltet werden.
  • Avira AntiVir Personal bietet ebenfalls einen Virenscanner gratis an mit sehr hoher Erkennungsrate und aktivierter Heuristik – allerdings auch mit der höchsten Rate an irrtümlich als Virus erkannten Dateien (auch false positive genannt). Bemerkbar macht sich diese Software leider immer wieder mit Werbung für die kostenpflichtigen Versionen.
  • Microsoft bietet für Windows-Systeme ebenfalls einen Virenscanner an, der gratis bezogen werden kann. Die Installation ist ausgesprochen einfach und auch im Betrieb wird alles sehr übersichtlich in einem Fenster dargestellt. Es wird keine Werbung eingeblendet und die Erkennungsrate darf nach ersten verfügbaren Test als gut beurteilt werden. Wer viel Wert auf eine einfache Bedienung legt, ist mit dieser Lösung gut beraten.

Open Source und daher frei verfügbar, auch für den gewerblichen Gebrauch:

  • ClamWin basiert auf ClamAV, der mir einzig bekannten Open Source Antivirus Software. Die Software lässt bei der Erkennungsrate leider noch Wünsche offen und bietet nur einen manuellen Scan. Die Möglichkeit, das System laufend zu überwachen, bietet sie nicht. Bei der Installation wird einem ausserdem vorgeschlagen, dass man die Ask Toolbar installieren soll. Falls man diese nicht kennt oder will, sollte sie deaktiviert werden.
  • Ebenfalls auf ClamAV basiert ClamXav für Mac OS X. Die Software bietet ebenfalls nur den manuellen Scan eines Ordners mit Unterordnern. Da die Virendatenbank bis jetzt keine Viren für Mac OS X enthält, kann man damit höchstens die Weitergabe von Viren an Windows-Benutzer verhindern.

Eine Liste mit weiteren Virenscannern finden Sie auch bei Wikipedia unter de.wikipedia.org/wiki/Antivirenprogramm.

Viren auf dem Weg zum PC stoppen

Eine weitere Möglichkeit, den PC vor Viren zu schützen, sind Mail- beziehungsweise Web-Security-Gateways. Diese sind entweder im Hardware-Firewall bei Ihnen Zuhause integriert oder können online bestellt werden. Das Prinzip ist dabei immer das gleiche: die Daten aus dem Web gehen zuerst durch den Security Gateway und werden dort gefiltert. Was durch die Filter kommt, wird Ihrem PC weitergeleitet. Dadurch können Viren schon abgefangen werden, bevor sie überhaupt Ihren Computer erreichen.

  • Cleanmail bietet einen Spam- und Virenfilter für E-Mails an. Dabei werden alle E-Mails zuerst an Cleanmail geschickt und danach vom Benutzer bei Cleanmail abgerufen. Die Erkennungsrate ist durch die vielen eingesetzten Filtertechniken und die laufende Betreuung sehr hoch.
  • Untangle und Astaro bieten Hardware und Software für Web- und Mail-Security-Gateways an. Die Software ist ausschliesslich erfahrenen Anwendern zu empfehlen. Sie wird als CD-Image heruntergeladen. Danach wird ein auf Linux basierendes Betriebssystem mit der Software installiert. Der PC kann nach der Installation nur noch als Gateway genutzt werden, bis man wieder ein anderes Betriebssystem installiert. Beide Anbieter stellen eine kostenlose Version zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Auf folgenden Webseiten können Sie sich weiter über IT-Sicherheit informieren:

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Avast Antivirus's Gravatar
Avast bietet den optimalen Antivirus und Virenschutz an. Der Avast Antivirus gehört zu den Besten der Welt und unter Avast Download können Sie sich Avast free downloaden. Damit schützen Sie Ihren Computer und Ihre Kundendaten. Für Private Antwender gibt es das Avast free Antivirus und für Unternehmen den Avast Server mit inkludiertem Endpoint protection und der Avast Internet security . Die Datenbank wird täglich mit dem Server Antivirus geupdated und der Antivirus Server ist immer online. 
Avast Antivirus, am 25. November 2012 um 00:29 Uhr
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