Photoshop CS4 – Tipps und Tricks Teil 1

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Mathias Gamper, Senior Screendesigner

Allgemeine Tipps zum schnelleren Arbeiten

Tabs und Oberfläche

  • Offene Dokumente sind neu standardmässig in einem Fenster mit Tabs (Registerkarten) organisiert.
  • Mit Ctrl-Tabulator kann man zwischen den Tabs von rechts nach links wechseln, Ctrl-Shift-Tab wechselt in die andere Richtung.
  • Die Tabs lassen sich wie in Safari verschieben oder aus der Tabliste hinaus in ein neues Fenster und wieder zurück ziehen.
  • Mit dem Verschieben-Werkzeug lassen sich Bilder und Ebenen zudem von einem Tab in ein anderes Kopieren.
  • Deaktivierbar ist die Tabliste unter Voreinstellungen > Benutzeroberfläche > Dokumente als Registerkarten öffnen
  • Verschiedene Dokumente in mehreren Tabs lassen sich über die neue Anwendungsleiste Fenster > Anwendungsleiste oder über Fenster > Anordnen schnell aufgeräumt anordnen ohne langes Fensterschieben.
  • Eine für Mac-User neue Ansicht ist der neue Anwendungsrahmen (Fenster > Anwendungsrahmen). Er stellt PSD in einem einzigen, kompakten Fenster dar, so wie es sich Windows-User schon länger gewohnt sind.

Arbeitsbereiche

  • Verscheidene Arbeitsbereiche organisieren die für den jeweiligen Workflow (z.B. Web, Video, …) sinnvollen Paletten. Vorgefertigete Arbeitsbereiche sind bereits vorhenden: Fenster > Arbeitsbereich
  • Es sind beliebig viele eigene, individuell konfigurierbare Arbeitsbereiche speicherbar.

Tastatur- und Menübefehle

  • Die Tastatur- und Menübefehle lassen sich der persönlichen Arbeitsweise anpassen und viel benutzte, aber vielleicht verstecke Befehle so schnell aufrufen: Bearbeiten > Tastaturbefehle
  • Auch Pinselgrösse und -härte lassen sich neu per Tastatur mit Livevorschau ändern: Grösse über Ctrl-Alt + Mausklick-Ziehen, Pinselhärte über Ctrl-Alt-Befehl + Mausklick-Ziehen (eine wirklich gute Vorschau aber nur mit GPU-Beschleunigung vorhanden)

Online-Dienste

  • Adobes Color-Schemes-Plattform Kuler hat in CS4 nun Einzug in die Programme gehalten. So auch in PSD. Menü Fenster > Erweiterungen > Kuler. In dieser neuen Palette kann auf Online-Farbsammlungen zugegriffen werden. Diese wiederum lassen sich in die Programmfarbpalette importieren oder auch eigene Schemes Hochladen (kostenlose Adobe-ID vorausgesetzt).

Nicht-destruktives Arbeiten in PSD

Die Vorgängerversionen haben es bereits eingeführt, CS4 baut die Funktionen für nicht destruktives Arbeiten weiter aus:

  • Smart-Objekte: Ebenen können in sogenante Smart-Objekte umgewandelt werden (Ebene > Smart-Objekte). Danach lassen sich Filter als Smartfilter darauf anwenden, die jederzeit wieder bearbeitet oder gelöscht werden können. Das Smart-Objekt bleibt dabei immer im Originalzustand erhalten und kann per Doppelklick als eigene Datei bearbeitet werden. Dies funktioniert auch mit externen Illustrator-Dateien, die per Copy-Paste oder über Datei > Platzieren als Smart-Objekte in das PSD-Dokument importiert werden können. Diese lassen sich nun verlustfrei skalieren oder per Doppelklick wieder im Urspruungsprogramm bearbeiten. Das PSD-File wird nach der Bearbeitung im externen Programm automatisch aktualisiert.
  • Ebenenmasken sind ein alter Hut und natürlich bei jeder Maskierung die erste Wahl. Nett und vorallem neu ist die zugehörige Maskenpalette (Fenster > Masken). Damit lassen sich Ebenenmasken in Deckkraft und in der Weichzeichnung ändern und man kann diese Werte jederzeit wieder bearbeiten. Super: das ganze funktioniert sogar mit Vektor-Masken, womit diese nun weichgezeichnet werden können! Die Palette Auswahl > Kante verbessern, die ebenfalls über die neue Maskenpalette aufgerufen werden kann und bereits seit CS3 existiert, ist hingegen destruktiv, wird also effektiv direkt auf die Maske angewendet und lässt sich nicht mehr bearbeiten.
  • Neu ist auch die neue Korrekturenpalette (Fenster > Korrekturen). Sie bietet die Einstellungsdialoge für die meisten Korrekturen und legt diese direkt in einer Einstellungsebene ab.